Einblicke

Der Unternehmensperimeter
existiert nicht mehr

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Der Perimeter ist tot aber die Unternehmen wissen es nicht

Der Zscaler-Bericht The Ripple Effect basiert auf Befragungen von 1.750 IT-Verantwortlichen in 14 Ländern und zeichnet ein alarmierendes Bild: 61 % geben zu, dass ihre Resilienzstrategien noch zu stark nach innen gerichtet bleiben. 60 % erlebten bereits schwerwiegende lieferantenbedingte Ausfälle. 81 % sind kritisch oder moderat von Legacy-Systemen abhängig.

Der WEF Global Cybersecurity Outlook 2026 bestätigt den Trend: 65 % der Großunternehmen identifizieren Schwachstellen bei Drittanbietern als ihre größte Herausforderung ein Anstieg von 54 % im Jahr 2025. Die klassische Verteidigung am Netzwerkrand reicht längst nicht mehr aus, um die heutige Bedrohungslandschaft zu bewältigen. Unternehmen müssen ihre Cybersecurity-Strategie grundlegend überdenken.

Der neue Perimeter ist die Identität

Remote Work, Cloud-Dienste, Lieferanten mit VPN-Zugang: Die klassische Unterscheidung zwischen Innen und Außen gibt es nicht mehr. Daten sind über On-Premise-Systeme und Multi-Cloud-Umgebungen verteilt. Die Angriffsfläche wächst mit jedem neuen Endpunkt und jeder neuen Integration.

Zero Trust dreht das Paradigma um: Vertraue niemals dem Netzwerk, überprüfe jeden Benutzer, jedes Gerät, jeden Zugriff. Die Benutzeridentität wird zum eigentlichen Kontrollpunkt. Eine Firewall am Netzwerkrand reicht nicht mehr aus man muss jeden Endpunkt, jede Sitzung, jede Identität schützen.

Lieferkette: das Risiko, das Sie nicht kontrollieren

68 % der Unternehmen verlassen sich zunehmend auf Drittanbieter, doch weniger als 50 % haben ihre Resilienzstrategie entsprechend aktualisiert. 60 % erlebten bereits schwerwiegende lieferantenbedingte Ausfälle. Nur 54 % verfügen über eine Cyber-Versicherung, die Kompromittierungen durch Dritte abdeckt.

Die NIS2-Richtlinie fordert ausdrücklich das Management von Lieferketten-Risiken. Unternehmen, die ihre Zulieferer nicht systematisch überprüfen, setzen sich nicht nur Cyberangriffen aus, sondern riskieren auch regulatorische Konsequenzen.

KI und Quantencomputing: aufkommende Risiken

70 % der Unternehmen haben keine Sichtbarkeit über die Nutzung von Shadow AI in ihrer Organisation. 50 % haben KI-Tools ohne Governance-Frameworks implementiert. 57 % haben Post-Quantum-Kryptografie noch nicht berücksichtigt.

Die KI-Adoptionskurve überholt die Schutzmaßnahmen. Unternehmen, die heute nicht in Governance und Kontrolle investieren, werden morgen mit unkontrollierten Risiken konfrontiert sein.

Was zu tun ist: fünf konkrete Schritte

  1. 1Sicherheitslage messen Starten Sie mit einem NIST-Assessment um Ihre aktuelle Position zu kennen.
  2. 2Jeden Endpunkt schützen Steigen Sie auf EDR/XDR um, um jeden Endpunkt kontinuierlich zu überwachen.
  3. 3Verteidigung testen Führen Sie regelmäßig Vulnerability Assessments durch, um Schwachstellen frühzeitig zu erkennen.
  4. 4Menschen schulen Benutzer sind der neue Perimeter. Investieren Sie in Security Awareness.
  5. 5Segmentieren und Zugriff kontrollieren Setzen Sie auf Zero Trust und Next-Gen-Firewalls zur Segmentierung.

Ist Ihr Unternehmen noch am Perimeter hängengeblieben?

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